14 Jan 2015

Projekt: Sanierung der Rutschung an der L385 Talheimer Steige

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Projekt: Sanierung der Rutschung an der L385 Talheimer Steige

 

Ausgangszustand:

Bei der Talheimer Steige handelt es sich um einen typischen Aufstieg aus dem Tal am Fuß des Steilabfalls der Schwäbischen Alb auf die Albhochfläche. Die sehr steile und kurvenreiche Strecke verläuft dabei überwiegend durch bewaldete Steilhänge, die vor allem im oberen Bereich durch Felsmassive charakterisiert sind. In der Regel sind bergseits Weißjura-Steilhänge durch die Straße angeschnitten. Talseits wurden für die Straße entsprechende Aufschüttungen hergestellt.

Anfang Juni 2013 ist von Station 1+810 bis 1+850 die Hälfte der Fahrbahn

abgerutscht. Der gerutschte Bereich befand sich direkt an einer bereits im Jahr 1988 sanierten Rutschung.

Der Streckenabschnitt war nicht mehr befahrbar und voll gesperrt. Der Verkehr wurde überörtlich umgeleitet.

Sanierung der Rutschung:

Zur Sanierung der Rutschung wurde talseitig eine aufgelöste, teils rückverankerte, Bohrpfahlwand auf einer Länge von ca. 82 m erstellt. Zur Sicherung der Fahrbahn wurden die Bohrpfähle mit einem Kopfbalken verbunden.

Die Hangsicherung besteht aus Ortbetonbohrpfählen DU 75 cm, die im Rasterabstand von 1,55 m bis in das Festgestein abgeteuft wurden.

Die Pfahlköpfe binden biegesteif in den schlaff bewehrten Stahlbetonkopfbalken ein.

 

Der Kopfbalken wurde mit einem Kragarm ausgebildet, um eine Kappenabdeckung nach Bast-Richtzeichnung Kap 1 aufnehmen zu können. Der Kopfbalken wurde auf ganzer Länge ohne Raumfugen ausgeführt. Dadurch wird ihm eine lastverteilende Funktion bei ungleichmäßig verteilten horizontalen Einwirkungen wie z.B. Anprall aus Verkehr zugewiesen.

Auf der Kappe wurden eine Absturzsicherung und eine Schutzeinrichtung (SE) angebracht.

Das Bauwerk weist folgende Systemmerkmale auf:

 

Statisches System:                                   Abschnittsweise frei auskragende bzw. verankerte aufgelöste Bohrpfahlwand mit Kopfbalken

Bohrpfahldurchmesser:                          75 cm

Bohrpfahlabstände:                                 1,55 m

Anzahl der Pfähle:                                   52 Stk

Verankerung:                                            Mikropfähle Ø15cm

Stabglied DSI GEWI Ø40mm bzw. Ø50mm

Gesamtanzahl 36Stk

Gesamtlänge des Kopfbalkens:            ca. 82 m

Breite Kopfbalken:                                   1,15 m

Kragarm:                                                    0,55 m

Höhe Kopfbalken:                                    1,80 m

Kappenbreite auf Kopfbalken:               2,05 m

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